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01.02.2017
Neu dabei sind: Emil Bulls, Counterfeit, The Amazons und Rakede!

10.01.2017
Neues Jahr, neue Bands: Blues Pills, Bukahara, Tim Vantol und Rogers!




Taubertal-Festival-Historie  ~  Wie alles begann...


Folgendes wurde dem Artikel "Musik statt Milch" von Gisela Lipsky (erschienen in den Nürnberger Nachrichten, 19. Juni 2001) entnommen. Dieser Bericht beschäftigt sich hauptsächlich mit der Kultkneipe "Molkerei" in Rothenburg o.d. Tauber, deren Betreiber, die Gebrüder Hirsch, auch die Veranstalter (KARO-Konzert) des Taubertal-Festivals sind. In dem Artikel wird aber alles über die Entstehung des Festivals gesagt, was es dazu sagen gibt. Here we go......

Volker Hirsch, der als Vorsitzender der ev. Landjugend begann: "Wir wollten damals weg von den üblichen Landjugendfestivals mit Coverbands und Volksmusik", erzählt er. "Angefangen hat es mit der ,Spider Murphy Gang', dann holten wir für die Älteren die 'Kastelruther Spatzen'. Da stand dann ein riesengroßes Zelt, und wir dachten, da müssen wir noch eins draufsetzen! " Der Branchen-Frischling wandte sich an die alt eingesessene Agentur Marek Lieberberg, um die 'Hooters' zu bekommen. "Die Agentin fand das lustig, für die war das ein absolutes Experiment", erinnert er sich. "Sie ist auch eigens aus Frankfurt angereist. Nachdem wir sehr gute Besucherzahlen hätten und die Abwicklung sehr professionell war, hat sie mir wieder Bands angeboten."

Aber wohin damit? Als die 'Heroes del Silencio' zur Debatte standen, pachteten die Brüder Hirsch kurz entschlossen das Waldschwimmbad, eine idyllisch gelegene Kneipe mit Biergarten, Schwimmbad und Campingplatz, die sie heute noch betreiben. "Unser erstes gemeinsames Projekt", sagt Roland Hirsch. Für einen alleine war das Risiko zu groß, und nachdem wir uns immer gut verstanden hatten, wurde das ein Familienunternehmen." Für Festivals, stellte sich allerdings heraus, war das Gelände aus Sicherheitsgründen nicht geeignet. "Die Stadt schlug uns dann das Gelände im Taubertal vor, auf dem auch diesesmal wieder das Festival steigt", sagt Volker Hirsch. "Die haben das von Anfang an sehr unterstützt. "

"Finanziell haben wir draufgelegt, im nächsten Jahr noch mehr", berichtet sein Bruder. "Aber wir dachten, wenn wir jetzt aufhören, war alles umsonst. Schließlich war das Minus so groß, dass wir fürchteten, wir kommen bis an unser Lebensende nicht mehr raus! " Die Wende kam im Jahr 1998. Das Bayerische Fernsehen meldete Interesse an, damit fanden sich auch Sponsoren und die Besucherzahlen stiegen von 1500 auf 8000 pro Tag. "Unsere Existenzrettung", glauben die Brüder, die das Hobby mittlerweile zum Beruf gemacht haben.

"Am Anfang waren wir so blauäugig", meint Roland Hirsch. "Wir haben uns gar keine Gedanken gemacht, was passieren kann - sonst hätten wir's nie gemacht! " Volker ergänzt: "Wir könnten mittlerweile noch viel mehr machen, aber dazu gibt es hier nicht genug Publikum ! " Sein Wunsch für die Zukunft: Dass sich das Taubertal Open Air und die Molkerei weiterhin gut entwickeln - "und irgendwann vielleicht mal ein Ende der Sieben-Tage-Woche! "